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KUNST | GRAPHIK | ARCHITEKTUR | DESIGN Ausstellung
Nur noch bis 06. Juli sind die äußerst empfindlichen Blätter in dieser einmaligen Konstellation zu sehen, danach gehen sie zurück in die lichtgeschützten und konservatorisch betreuten Archive der Graphischen Sammlung. Höchste Zeit also für alle Freunde der Arbeiten auf Papier, in die 250jährige Geschichte der Staatlichen Graphischen Sammlung einzutauchen und die einzigartige Fülle an Werken vom Mittelalter bis zur Gegenwartskunst zu betrachten. Übrigens: Im Studiensaal der Graphischen Sammlung können sich Interessierte einzelne Graphiken auch vorlegen lassen. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.pinakothek-der-moderne.de oder www.sgsm.eu Anselm Feuerbach | Drei reitende Amazonen, 1871 Ausstellung: Die ersten Skizzen zu einem Projekt veranschaulichen oft deutlicher als der verwirklichte Bau die Entwurfsideen eines Architekten. Am Anfang einer Planung stehen häufig Konzepte und Zeichnungen, die architektonische Vorstellungen in reiner Form, ohne Zugeständnisse oder später erforderliche Abstriche, wiedergeben. Erste Entwurfsskizzen sind sowohl Spiegel idealer Vorstellungen als auch des Prozesses der Formfindung. Mit der Skizze ist man somit dem Architekten oft näher als mit dem fertigen Bau. Unter den herausragenden Baumeistern des 20. Jahrhunderts ist Alvar Aalto (1898-1976) einer der größten Zeichner. Er selbst erklärte einmal seine Leidenschaft für das Zeichnen mit dem Satz: »Gott schuf Papier, um Architektur darauf zu zeichnen«. Die Handzeichnungen des finnischen Architekten sind nicht nur von höchster künstlerischer Qualität, sondern auch zentraler Bestandteil seines Werks, denn von etwa 500 Projekten wurde über die Hälfte nicht realisiert. Die Ausstellung »In Sand gezeichnet – Entwürfe von Alvar Aalto« präsentiert mit Zeichnungen, Modellen und Animationen eine Auswahl der nicht verwirklichten Projekte des berühmten Architekten aus über fünfzig Jahren. Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Alvar Aalto Museum in Helsinki gezeigt. Eröffnung der Ausstellung Freitag, den 13. Juni um 19 Uhr. In der Ausstellung ‚Cocoon / Frankfurt...‘ präsentiert Andreas Gursky ein eigens für das Museum für Moderne Kunst konzipiertes Projekt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen neue Arbeiten der Cocoon-Serie. Die neuen Cocoon-Bilder thematisieren die gegenwärtige Clubkultur: Als Vorlage dienen Gursky großen Technoevents, die durch das Musik- Label Cocoon geprägt sind. Der architektonische Rahmen seiner Bilder bezieht sich auf den räumlichen Entwurf des Cocoon Clubs in Frankfurt. Das Raumkonzept entwickelte Techno DJ und Musiker Sven Väth mit der Agentur 3deluxe. Gurskys Bilder referieren auf die graphischen Vorlagen und bilden somit eine idealtypische Annäherung an den originalen Cocoon Club. In den 80er und 90er Jahren entwickelte Gursky Prototypen von ‚Weltgegenden‘ in Form von Einzelbildern. In den letzten Jahren umkreist er zeitsymptomatische Themen wie Formel I, Landgewinnungsprojekte in Dubai und Clubszenen in Form von Bildserien. Seit Mitte der 90er Jahre beschäftigt sich Gursky mit dem Gesellschaftsphänomen Techno und seiner Szene. Das Rohmaterial seinerdaraus resultierenden Bilder stammt unter anderem von den legendären Maydayveranstaltungen, die in der Dortmunder Westfalenhalle zwischen 1995 und 2005 stattfanden. Ausstellungsdauer: 14. Juni bis 17. August 2008 MMK Museum für Moderne Kunst Domstraße 10 · 60311 Frankfurt/Main Ein Saal voller Götter. Zeichnungen Schnorr von Carolsfelds für die Münchner Residenz Pressekonferenz: 15.07.08, 11.00
Leo von Klenze, der Architekt des Gebäudes, stattete die königlichen Räume mit an der antiken Wandmalerei orientierten Dekorationen aus. Schnorr entwarf für die dabei entstandenen Bildfelder im Salon de service Szenen nach den »Hymnen des Homer«, eine Sammlung von Lobpreisungen, die bei den großen Götterfesten vor den Tragödien zu Ehren des betreffenden Gottes gesungen wurden. Die detailreich ausgeführten Entwürfe für den Bilderfries befinden sich heute in der Staatlichen Graphischen Sammlung München und sind Teil der Ausstellung. Die Hauptfelder der Wände waren mit circa ein mal ein Meter messenden Bildern versehen, die den vier Protagonisten der Hymnen – Demeter, Aphrodite, Apoll und Hermes – gewidmet waren. Die beiden jüngst aufgetauchten Kartons von Gustav Jäger, dienten der Vorbereitung der Wandbilder zu Aphrodite und Apoll. Mit ihnen kann erstmals wieder ein Eindruck der Ausstattung in Originalgröße gegeben werden. 1835 konnte die Ausstattung des Zimmers vollendet werden. Sie zählte neben den Nibelungensälen und den Entwürfen für den Festsaalbau am Hofgarten zu den zentralen Werken Schnorrs. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Salon de service vollständig zerstört und im Gegensatz zu anderen Räumen des Königsbaus nicht rekonstruiert. Die Ausstellung zeigt neben den Entwürfen eine Dokumentation der Pläne Klenzes und der historischen Photographien, um die Wirkung des Saales wieder lebendig werden zu lassen. Zugleich bietet sie auch einen Einblick in die Arbeitsabläufe des Entwerfens eines großen Ausstattungszyklus – eine für die Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts typische Aufgabe. Ausstellungskurator: Andreas Strobl,
Führung | DO 14.08.2008 | 18.00 Ausstellung Pressevorbesichtigung: 19.11.2008, 11.00 Die Pinakothek der Moderne widmet der bedeutenden Sammlung Michael und Eleonore Stoffel im kommenden Herbst eine umfangreiche Ausstellung. Mit großer Passion hat das Ehepaar Stoffel seit den siebziger Jahren in Köln eine herausragende Privatsammlung vornehmlich deutscher und amerikanischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgebaut. Nach dem Tod von Herrn Dr. Stoffel im Juni 2005 setzte seine Frau Eleonore, die heute vor einem Jahr verstarb, alle Kräfte daran, das gemeinsame Mäzenatentum fortzuführen und die Zukunft der Sammlung in der vorgesehenen Weise zu sichern. Im Februar 2006 konnte die Pinakothek der Moderne einen ihrer kostbarsten Zugewinne verzeichnen: Rund 300 Werke der Stiftung Sammlung Stoffel bereichern zukünftig als unkündbare Dauerleihgabe die Bestände von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Bis vor wenigen Wochen war die gesamte Sammlung noch in Köln untergebracht. Dort wurden die für München bestimmten Leihgaben in den vergangenen zwei Monaten von Mitarbeitern der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vollständig dokumentiert, inventarisiert und fotografiert. Die zuständigen Restauratoren erstellten dabei umfassende konservatorische Bestandsaufnahmen und führten erste wichtige Sicherungsmaßnahmen durch, um den Umzug der Werke vorzubereiten. Der mittlerweile erfolgreich durchgeführte Transfer nach München eröffnet jetzt die glückliche Perspektive der ersten Ausstellung der Sammlung, die am 19. November 2008 in der Pinakothek der Moderne eröffnet wird. Zugleich bleibt die Sammlung Stoffel glanzvoll an ihrem Ursprungsort präsent. Denn mit einem, nach dem Tod von Frau Dr. Stoffel formulierten Nachtrag zum Leihvertrag stimmen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zu, dass sie der »Stiftung Skulpturenpark« rund 100 Werke, darunter insbesondere die Außenskulpturen der Sammlung Stoffel, als »ewige Leihgabe« in Köln zur Verfügung stellen. Dank dieser Vereinbarung ist es möglich, die Sammelleidenschaft des Ehepaars Stoffel auch in ihrer Heimatstadt mit einem Schwerpunkt der Kollektion zu ehren. In der Ausstellung wird eine Auswahl von ca. 120 Werken erstmals das facettenreiche Panorama der Malerei und Installationen der Sammlung Stoffel umfassend erschließen. Mit eindrucksvollen Werkblöcken und herausragenden Einzelwerken kann in der Pinakothek der Moderne auf großer Fläche das charakteristische Profil der Sammlung in seiner reichen Qualität und lebendigen Vielfalt präsentiert werden. Größere Werkkomplexe werden dabei vor allem von Marlene Dumas, Carroll Dunham, Günther Förg, Jörg Immendorff, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Per Kirkeby, Hermann Nitsch, Markus Lüpertz, A. R. Penck, David Salle, Rosemarie Trockel und Terry Winters zu sehen sein. Aus der Fülle von Einzelwerken und kleineren Werkgruppen sind an erster Stelle Arbeiten von Georg Baselitz, Lucio Fontana, Helen Frankenthaler, David Hockney, Gerhard Richter, Serge Poliakoff und Antoni Tàpies hervorzuheben. Mit ergänzenden Werken aus dem eigenen Bestand wird die Ausstellung außerdem unterstreichen, wie treffend diese wertvollen Dauerleihgaben die Sammlung der Pinakothek der Moderne auf höchstem Niveau ergänzen. Der begleitende Katalog wird sich mit einleitenden Aufsätzen ausführlich der Geschichte und dem Profil der Sammlung widmen und nicht nur die ausgestellten Arbeiten in den Blick nehmen. Auf diese Weise sowie durch eine reich bebilderte Präsentation und Erläuterung der Werke soll das Ausstellungsbuch bleibend die großen Verdienste von Michael und Eleonore Stoffel ehren und ihre kenntnisreiche Hingabe an die Kunst dokumentieren. David Salle
Coral Made | 1985,
273,5 x 428 cm |
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