Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg Eine Zweiggalerie der Pinakothek der Moderne
GIRO D´ITALIA Pressevorbesichtigung: 05.03.2010, 17.00 Eröffnung: 05.03.2010, 18.00
Unter dem Titel "Giro d´ Italia" sind in der Staatsgalerie moderner Kunst im Augsburger Glaspalast Höhepunkte italienischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung der Pinakothek der Moderne zu sehen. In dem von Tageslicht durchfluteten Industriebau wird der Besucher auf 1500 qm Ausstellungsfläche zu einer tour artistique durch eine aktive Produktions-stätte der Gegenwartskunst eingeladen. Werke herausragender Künstler aus Norditalien wie Lucio Fontana oder Emilio Vedova werden in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem in der Toskana arbeitenden Bildhauer Marino Marini und dem in Rom entstandenen Schaffen Alberto Burris gezeigt oder mit Bildern des ebenfalls im Süden beheimateten Mimmo Paladino konfrontiert. Die vielfältigen Tendenzen sind dabei kaum einer Landschaft zuzuordnen oder fügen sich zu einer übergreifenden Strömung. Vielmehr wird deutlich, mit welch individueller Kraft jeder Künstler nach dem Ende des Faschismus zu einem engagierten Dialog zwischen Wirklichkeitsbezug und reiner Abstraktion gefunden und damit zur Neudefinition des Koordinatensystems der Kunst beigetragen hat.
"Giro d´ Italia" bildet den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen zu den langen und vielfältigen Beziehungen zwischen Italien und Bayern: Im Benediktinerkloster St. Mang in Füssen werden zwischen Mai und Oktober 2010 Schlaglichter auf den transalpinen Austausch im Römischen Reich geworfen. Das Maximilianmuseum in Augsburg beleuchtet die Rolle der Stadt als Schnittstelle zwischen Nord und Süd in der Renaissance. Und im gerade eröffneten Textilmuseum werden die Kontraste zwischen der Wirklichkeit italienischer Gastarbeiter und der Dolce Vita-Sehnsucht vieler Deutscher vorgestellt.

Kuratorin: Dr. Corinna Thierolf
Staatsgalerie Moderne Kunst Beim Glaspalast 1 86153 Augsburg
Öffnungszeiten der Ausstellung: DI 10.00-20.00 | MI-SO 10.00-17.00 MO geschlossen
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Susanne Gaensheimer vom Außenminister Guido Westerwelle zur Kommissarin für den Deutschen Pavillon der 54. Biennale von Venedig
Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main freut sich Ihnen mitzuteilen, dass Susanne Gaensheimer vom Außenminister Guido Westerwelle zur Kommissarin für den Deutschen Pavillon der 54. Biennale von Venedig 2011 berufen worden ist.
Susanne Gaensheimer ist seit Januar 2009 Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. In ihrer Arbeit am MMK hat sie die Sammlung des Museums ins Zentrum gerückt und damit das MMK deutlich als eines der international führenden Museen für Gegenwartskunst positioniert. Neben einer fortlaufenden Serie thematischer Sammlungspräsentationen, die mit einem Fokus auf die Meisterwerke der Pop Art und des Minimalismus begann, hat sie eine Reihe von Ausstellungen etabliert, in denen zentrale künstlerische Positionen der Sammlung umfassend vorgestellt werden. So fanden im MMK im letzten Jahr Ausstellungen von Jack Goldstein, Barbara Klemm, Sarah Morris und Peter Roehr statt. Im Falle von Peter Roehr wurde ein bedeutender Frankfurter Künstler der 1960er Jahre und zugleich ein wesentliches Standbein der Sammlung einem breiten Publikum neu präsentiert. Die Ausstellung zu Jack Goldstein, die international stark wahrgenommen wurde, und die daraus hervorgegangenen Erwerbungen haben die Sammlungsschwerpunkte des MMK um entscheidende Verbindungsstücke zwischen Pop Art und Konzeptkunst nachhaltig ergänzt. Mit der Ausstellung und einer Neuproduktion von Sarah Morris für das MMK wurden diese Schwerpunkte in die aktuellste Gegenwartskunst überführt.
2010 werden in den Sammlungspräsentationen zunächst die bedeutenden Werkgruppen der Konzeptkunst sowie im Herbst Teile der über 1500 Werke umfassenden Sammlung internationaler Gegenwartsfotografie gezeigt. Ein Schwerpunkt wird außerdem die Ausstellung ?The Purple Generation. Mode und Fotografie in den 1990er Jahren? darstellen. Für das Jahr 2011 ist eine umfassende Retrospektive des amerikanischen Künstlers Félix González-Torres geplant.
Zu Ihrer Berufung sagt Susanne Gaensheimer: ?Seit ihren Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts ist die Biennale in Venedig - bis auf die Zeit zwischen 1934 und 1942 - einer der wesentlichen, international wahrgenommenen Orte, an denen die avantgardistischsten Positionen der zeitgenössischen Kunst präsentiert und im Diskurs mit Interessierten aus der ganzen Welt verhandelt werden. Das Publikum und die Künstler erwarten von dieser Biennale, mit den progressivsten künstlerischen Positionen konfrontiert zu werden. Gerade die Ausstellungen im Deutschen Pavillon haben hierfür meiner Ansicht nach Maßstäbe gesetzt, denkt man an die Beiträge von Joseph Beuys, Gerhard Richter, Hans Haacke oder Isa Genzken. Ich freue mich darauf, diese Möglichkeit zu nützen und gemeinsam mit einem oder mehreren Künstlern den Deutschen Pavillon zu gestalten.?
Der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Prof. Felix Semmelroth, zur Berufung von Susanne Gaensheimer: ?Die Berufung von Susanne Gaensheimer als Kommissarin für den Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 2011 ist eine Auszeichnung ihrer Person und ihrer Arbeit im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Susanne Gaensheimer hat in ihrem ersten Jahr ein konsistentes Programm für das MMK entwickelt, in dessen Zentrum die intensive und publikumswirksame Auseinandersetzung mit der Sammlung des Hauses steht. Ihre bisherigen Sonderausstellungen z. B. über Sarah Morris, Jack Goldstein oder Peter Roehr haben gezeigt, dass sie einen äußerst profunden Zugang zur Gegenwartskunst hat. Wir können auf den Deutschen Pavillon der Biennale 2011 sehr gespannt sein.?
Ausstellung im MMK Museum für Moderne Kunst - Frankfurt
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Radical Conceptual - Positionen aus der Sammlung des MMK
Eröffnung am Donnerstag, den 18. Februar 2010, um 19 Uhr. Es sprechen: Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK.

Vom 19. Februar bis zum 22. August 2010 zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main unter dem Titel "Radical Conceptual" die zweite in einer Reihe von Präsentationen aus der umfangreichen Sammlung des MMK, in denen sukzessive die Schwerpunkte des Bestandes mit dessen bedeutenden Werken und Werkgruppen vorgestellt werden. Diese Präsentation schließt an "Yellow and Green" mit Fokus auf die Meisterwerke der Pop-Art und des Minimalismus an und konzentriert sich auf die herausragende Sammlung von Werken der amerikanischen und europäischen Konzeptkunst von den 1960er Jahren bis heute.
Viele der hier gezeigten Werkgruppen, wie etwa die aus 26 Date Paintings aus der Today Serie und zahlreichen Vitrinenobjekten bestehende Installation von On Kawara, die der Künstler speziell für das MMK entwickelt hat, sind in ihrem Umfang und ihrer historischen Relevanz einzigartig. Ebenso bedeutend und in ihrer Konzentration weltweit unvergleichlich ist die umfangreiche Werkgruppe von Alighiero Boetti, dem großen Konzeptkünstler der italienischen Arte Povera, die seit langer Zeit endlich wieder zu sehen ist. Eine weitere Besonderheit ist Hanne Darbovens 900seitige Schreibzeit Ein Jahrhundert - Johann Wolfgang von Goethe gewidmet, die sich seit dem Eröffnungsjahr in der Sammlung des MMK befindet. Im Zusammenhang mit dieser zentralen Arbeit der 2009 verstorbenen Künstlerin stellt das MMK erstmals Darbovens musikalisches Werk opus 25 A Ludwig van Beethoven vor.
Von zentraler Bedeutung und durchaus auch als Verbindungsstück zur Pop-Art in der Sammlung des MMK zu verstehen, sind die erst 2009 erworbenen Yellow Movies von Tony Conrad aus dem Jahr 1973, die im vergangenen Sommer erstmals auf der Biennale in Venedig einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Zusammen mit John Baldessaris frühen Filmen 6 Colorful Inside Jobs und Paul Sharits? selten zu sehende Frozen Film Frames: N.O.T.H.I.N.G. von 1968, die als Schenkung von Rolf Ricke in die Sammlung des MMK gelangt sind, ergänzen die Yellow Movies unsere Werkgruppe radikal experimenteller Filmarbeiten. Ein Beispiel für das besondere Verhältnis von Schrift und Bild, wie es bei zahlreichen konzeptuellen Strategien seit den 60er Jahren zu finden ist, ist im MMK u.a. Lawrence Weiners Wandarbeit STONES FOUND AND BROKEN SOMETIMES IN THE FUTURE, die der Künstler extra für das Haus entwickelt hat.
Ergänzt wird diese Präsentation konzeptueller Kunst der 60er Jahre mit Werken der anschließenden Künstlergeneration wie David Hammons, Jonathan Borofsky, Rosemarie Trockel, Ai Wei Wei, Francis Alÿs, Candida Höfer, Cady Noland oder Rirkrit Tiravanija. Zu den prominentesten Neuerwerbungen zählt dabei das raumbezogene Werk ...rinsed with mercury... des britischen Künstlers Cerith Wyn Evans aus dem Jahr 2009. Mit der Ausstellung "Radical Conceptual" schlägt das MMK eine Brücke über mehr als 40 Jahre internationaler konzeptueller Kunst in ihren zahlreichen Facetten.
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